Team 2026

Das 12. Ergersheimer Experiment fand am Wochenende vom 20. bis 22. März 2026 statt.

Wie in frühreren Jahren arbeiteten verschiedene Teilnehmer an ihren Projekten. Diesmal waren es zwei Untersuchungen zur Dendrochronologie und sechs archäologische Experimente. Dazu gehören:

  • Fällarbeiten mit Jadeitbeilen
  • Langzeitstudie zu Gebrauchsspuren an neolithischen schmalhohen Dechseln
  • Vergleich der Schnittspuren von linearbandkeramischen Schuhleistenkeilen mit verschiedenen Schneidenwinkeln
  • Vergleich von Wuchsmustern von prähististorischen und modernen Eichen (Jahrringmessung)

Standort: 49.53733 Nord, 10.34552 Ost

 

Wuchsmuster prähististorischer und moderner Bäume

In den vergangenen Jahren sägten Caroline Vermeeren und Kirsti Hänninen in regelmäßigen Abständen Scheiben aus den Stämmen und Ästen von 9-, 14- und 30-jährigen Eichen. In diesem Jahr lag der Fokus auf Bäumen im Alter von 19 und 24 Jahren. An den Scheiben wurden die Durchmesser und Jahresringe ausgezählt. Die gewonnenen dendrologischen Daten liefern Erkenntnisse zum Wachstum von auf Stock gesetzten Bäumen. Die Datensammlung wird um Daten von natürlich gewachsenen Bäumen aus den Niederlanden und Dänemark ergänzt. Durch Vergleiche der Daten rezenter Bäume mit archäologischen Hölzern, erwarten sie, Aussagen darüber treffen zu können, ob auch früher schon Bäume auf Stock gesetzt wurden.

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Beilklinge aus Jadeit zum Baumfällen

Das eigentlich von Wulf Hein geplante Experiment mit Flintmeißeln musste ausfallen, nachdem die dafür vorgesehenen Werkzeuge auf dem Weg zur mikroskopischen Untersuchung nach Dänemark verloren gegangen waren.
Als Ersatz testete er mit modernen Werkzeugen hergestellte Beilklingen aus Jadeit vom Monte Monte Viso in einem Flügelholm aus Eschenholz, wie die Abbildungen aus den bretonischen Megalithgräbern nahelegen. Hierbei sollte die bisherige Annahme überprüft werden, wonach es sich bei vielen dieser Klingen um Prunkgeräte handele, die nicht zur Holzbearbeitung geeignet seien, obwohl die Eigenschaften des Steinmaterials wie Zähigkeit, Härte und Dichte dafürsprächen. Nach einem Ermüdungsbruch der zunächst gut schneidenden Klinge, was vermutlich auf einen Materialfehler zurückzuführen ist, wurden die Versuche eingestellt. Ersatzweise wurde ein noch verbliebener Flintmeißel (Beitel) getestet.
Die Versuche mit Jadeitbeilen aus besserem Rohmaterial und weiteren Flintmeißeln sollen nächstes Jahr fortgesetzt werden.

Zwischenbericht: Wulf Hein - Ergersheim 2026

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Schneideeigenschaften von Schuhleistenkeilen mit verschiedenen Geometrien

Ziel des Experiments von Jan Scheide war es zu untersuchen, welche Gründe für die unterschiedlichen Schneidengeometrien bei Schuhleitenkeilen (Schmalhoh Neolithische Dechsel) ausschlaggebend sind. Dazu wurden vier schmalhohe Dechselklingen, aus Metabasit aus den Jizera Gebirge gefertigt. Zwei Klingen haben eine klassische Geometrie mit einer stark gewölbten Schneide, die spitz zuläuft (Nr 2 und 3). Die anderen haben eine flachere Geometrie und bilden dadurch eine breitere Schneide aus. (Nr 1 und 4).

Bericht: Jan Scheide - Schneideeigenschaften von Schuhleistenkeilen mit verschiedenen Geometrien

Bruckstuck_Hirnholz
Dechsel_Ubersicht
Scheide_beschadigung