Ein Werkzeugkasten des Experiments 2013

Die Arbeit mit LBK-Dechseln trat in den Hintergrund, dagegen wurde das Baumfällen mit frühneolithischen Breitkeilen Typ Rössen (sog. Rössener Breitkeilen, Rössener Kultur ca. 4300 bis 3500 vor Chr.) erprobt. Diese erwiesen sich, entgegen aller Erwartungen, aufgrund ihrer deutlich ergonomischeren Handhabung als wesentlich effizienter im Vergleich zu den Dechseln. Mit ihnen konnten Fällkerben mit einem Winkel von deutlich unter 90° und viel kürzere Fällzeiten erreicht werden. Das Aufspalten der gefällten Eichen wurde durch deren extreme Drehwüchsigkeit erschwert. Die Feinbearbeitung der Spalthölzer musste am Sonntag witterungsbedingt aufgegeben werden, da die über Nacht gefrorenen Hölzer mit Stein- und Knochenwerkzeugen nicht mehr bearbeitbar waren. Drei Spaltbohlen aus diesem Jahr wurden zur Weiterbearbeitung im nächstjährigen Experiment in unserer Regenwasserkaverne unter Wasser gelagert. Insgesamt erwies sich das Fällen und Bearbeiten der durch die lang anhaltenden winterlichen Temperaturen zähen Bäume als deutlich schwerer als in den beiden vorangegangenen Jahren.

 

Impressionen

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