Ausgrabung einees Baumes an der Wurzel

Das 7. Experiment fand in der Zeit vom 16. bis 19. März unter sehr feuchten Bedingungen statt.

Ein Team um Sebastian Böhm und Anja Probst-Böhm widmete sich verstärkt dem Spalten eines Eichenstammes mit hölzernen Spaltkeilen, die nach Funden aus süddeutschen und schweizerischen Feuchtbodenfundplätzen wie beispielsweise aus Olzreute-Enzisholz oder Arbon-Bleiche rekonstruiert wurden. Diese Keile erwiesen sich gegenüber denen der letzten Jahre aufgrund ihrer Formgebung als deutlich praxistauglicher und haltbarer. Die abgerundeten Köpfe und Spitzen der Keile machten diese wesentlich weniger anfällig für Ausbrüche und sonstige Defekte als gerade zugerichtete Keile.

Eine weitere Gruppe unter Rengert Elburg und Wulf Hein erprobte das Ausgraben und Durchtrennen der Baumwurzeln zum Umlegen einer Eiche, wie es von Wissenschaftlern immer wieder für die Ur- und Frühgeschichte postuliert wird. Nach dem Ausgraben mit hölzernen Grabscheiten und 11.901 gezählten Schlägen mit einer rekonstruierten Hammeraxt wurde der Versuch nach zwei Tagen aufgegeben. Dabei konnten nur etwa 20 bis 25 % der haltenden Baumwurzeln durchtrennt werden, der Baum aber immer noch fest in der Erde stand. Im Vergleich dazu wurde eine Eiche mit etwas größerem Stammdurchmesser mit 8.025 Schlägen mit einer Hammeraxt in etwa 2 Stunden gefällt. Diese Versuche bestätigten den immensen Mehraufwand, der beim Ausgraben und Kappen der Baumwurzeln zum Umlegen notwendig wäre.

 

 

Impressionen

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