Wickelservice

Als eine der difizilsten Komponenten an Dechseln erwiesen sich in der experimentellen Anwendung die Wicklungen, die die Klinge mit dem Schaft verbinden. Aus den archäologischen Befunden sind erhaltene von Wicklungen nicht beobachtet wirden, allerdings zeigen einige Klingen polierspuren an den Stellen über denen die ursprünglichen Wicklungen liefen.

Zum Einsatz kamen Rohhaut vom Reh und Rind, Aalhaut, sowie Lindenbastschnüre. Als Vorteilhaft erwiesen sich Unterfütterungen der Klingen mit Streifen aus Lindenbast, Birkenrinde oder Holzplättchen. Die Wicklungen der ebenfalls sehr reißfesten Aalhäute reagierten deutlich empfindlicher, selbst auf kleinste Beschädigungen, als Wicklungen aus Rohhaut.

Als völlig ungeeignet erwies sich Leder, das sich aufgrund seiner Flexibilität während dem Gebrauch längt und lockert. Selbst nass gewickelte und anschließend getrocknete Bindungen ergaben keine haltbare Verbindung.

 

Schaft01_Rohhaut
Schaft03_Lindenbast
Schaft05_Rohhaut
Schaft06_Aalhaut
Schaft09_Lindenbast
Schaft09_LindenbastU
Schaft15_Lindenbastschnur
Schaft17_Rohhaut